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Warum singe ich morgens im Zug?

  • info616228
  • 1. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

„Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König!“


Weil ich das Leben manchmal langweilig und trist finde.


Mir fällt auf, wie jeder für sich allein sitzt, auch ich suche mir einen leeren Platz für mich allein.


Wir sind es in gewissen Situationen nicht gewöhnt in Kontakt zu treten, ein Gemeinschaftsgefühl/ ein gemeinsames Erlebnis  entstehen zu lassen. Wir wollen nicht stören, wir wollen nicht unangenehm sein.  Wir sind unbeholfen, es ist nicht üblich, ins Gespräch zu kommen, noch weniger, seit dem jeder Ohrstöpsel im Ohr hat oder auf sein digitales Gerät schaut und damit signalisiert: „Ich bin beschäftigt, bitte nicht stören.“


Manchmal entstehen Gespräche…, zum Beispiel, wenn der Zug ausfällt und wir uns gegenseitig aushelfen,

oder weil jemand offen auf jemand anderen zugeht.


Wir scheuen uns aber oft davor. Mögen es, in Ruhe gelassen zu werden, unsere Ruhe zu haben.

Mir geht es genauso und doch wundere ich mich manchmal darüber und finde manchmal ist es eine Errungenschaft, manchmal ist es ein Armutszeugnis.


Wir empfinden es schnell mal als irritierend, störend, nervig, unangenehm, aufdringlich, wenn jemand auf uns zu geht, unsere Kreise stört, weil wir es nicht gewohnt sind, nicht wissen/ gelernt haben, wie wir uns verhalten sollen. Weil wir unerfahren sind und deswegen unbeholfen, ziehen wir es vor, für uns selbst zu bleiben. Da wissen wir, was uns interessiert, was wir machen wollen, was wir lesen, anhören, tun sollen, da entscheiden wir, was für uns gut ist, uns gut tut, das fühlt sich sicher und gut an, es ist uns wichtig, dem ungestört nachgehen zu können. Oft nutzt man die Zeit, um was zu erledigen, zu lesen, zu schreiben, anzuhören.  Das ist alles legitim, das mache und genieße ich auch.


Und gleichzeitig, manchmal fehlt es mir und ich glaube uns als Gemeinschaften, Zusammenhalt, zu erleben, aufeinander zugehen, voneinander zu wissen. Es mangelt an gemeinsamen Erlebnissen, an Abwechslung, Austausch untereinander mit den Mitmenschen, die um uns herum sind.


Unser Leben ist phasenweise ein gleichförmiger, langweiliger Trott, abgeschottet, jeder für sich.


Ich mag, wenn ich Neues erfahre, Abwechslung, Überraschungen, wenn jemand aus der Reihe tanzt, wenn jemand was Interessantes, Inspirierendes macht, erzählt, wenn jemand lustig ist, mutig, unterhaltsam.


Oft schaut man sich solche Menschen im Internet an.


Wenn man sowas live erlebt, oder selbst macht, hat das eine ganz andere Qualität, da hat man dann was aus dem eigenen Leben zu erzählen. Das macht das Leben lustig, abwechslungsreich, das erschafft neue Erlebnisse und untypische Erfahrungen.


Ich vermisse es manchmal in meinem Leben, das was Lustiges, Unvorhergesehenes passiert, oft ist unsere Erwachsenenwelt so vernünftig, angepasst, förmlich, distanziert, langweilig. Ich finde die Atmosphäre im morgendlichen Zug manchmal triste und würde mal gerne …


was Unkonventionelles machen, allein der Gedanke daran amüsiert mich, ich würde gerne …


singen, mich mal anders verhalten, als sonst, mich nicht zurückhalten, meinem Impuls folgen, Farbe und Spaß in die Tristesse zu bringen, zur Faschingszeit ist das ja eigentlich eh legitim und gar nicht so außergewöhnlich…


Ich weiss, ich muss das machen, wenn meine Familie nicht dabei ist, ich wäre ihnen sonst schrecklich peinlich - schade …


Und es gibt bestimmt Leute, die sich für mich fremdschämen  -  schade …


Es gibt aber bestimmt auch einige, die Schmunzeln, die es erheitert - schön …


Man wird davon erzählen, da hat man mal was anderes erlebt - schön …


Oder man kann erzählen, „Bei mir war auch die, die morgens im Zug singt.“ Weil ich dafür schon bekannt bin, … hihihi!


Wie schön wäre es, wenn meine Mitfahrer mitsingen würden, sich auch trauen, mit mir zusammen mutig sind, spontan, singen, tanzen, lachen …


Ich habe fast Angst oder die Hoffnung, das jemand anderer auch meine Idee hat und mir zuvorkommt.


Ich freue mich auf diesen Moment, in dem ich mich mutig traue und loslege, oder mitsinge, weil jemand anderes singt.


Was kann passieren?  


Ich erlebe mich, wie ich meine Angst überwinde und mutig bin ..


Ich störe die Ruhe, den Trott für einen Moment, das ist nicht schlimm


                                                     ich inspiriere, erheitere nachhaltig, das ist schön!


Falls jemand von mir ein Foto macht oder mich filmt, oder mir was mitteilen möchte, 

schickt es mir gerne auf meine Homepage www.gabriele-wladar.com


 
 
 

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